1844 - CRI-Lehrgang

Was darf ein CRI:

Der hier beschriebene CRI ist einer der 9 unterschiedlichen Fluglehrer mit der korrekten Bezeichnung CRI(A) und kann Lizenzinhabern Flugunterricht erteilen, Lizenzen verlängern, Lizenzen erneuern sowie Schlepp-und Kunstflugberechtigungen lehren, sofern er selbst diese Berechtigungen als Fluglehrer erworben hat. Die Rechte gelten nur für technisch nicht komplizierte Nicht-Hochleistungsflugzeuge mit einem Piloten.

Voraussetzungen:

Der angehende CRI sollte durch sein theoretisches Wissen und praktisches Können eine Vorbildfunktion einnehmen. Aufbauend auf seine Vorkenntnisse erfolgen an einer ATO eine theoretische und eine praktische Ausbildung. Um einen Ausbildungslehrgang erfolgreich abschließen zu können, sollte eine mögliche Teilnahme mindestens in der vorangegangenen Flugsaison besprochen worden sein, damit sich der Bewerber ausreichend auf den Ausbildungslehrgang vorbereiten kann.

Der Bewerber um eine CRI-Berechtigung muss folgende Eingangsbedingungen erfüllen:

  • Der CRI-Anwärter muss eine Flugerfahrung von mindestens 300 Flugstunden auf Flugzeugen nachweisen (Gesamtflugerfahrung incl. seiner Ausbildung; TMG-Stunden zählen mit, sofern die TMG-Berechtigung im FCL-Schein eingetragen ist).
  • Als weitere Bedingung sind 30 Flugstunden als verantwortlicher Pilot (PIC) auf Flugzeugen der entsprechenden Flugzeugklasse notwendig.

Lehrgangsablauf:

Die pädagogische Ausbildung beginnt an einem vorgeschalteten Wochenende zum Jahresbeginn und setzt sich dann im Laufe des Lehrgangs fort. Dabei können die Anwärter ihre ersten Erfahrungen bei der Umsetzung machen und parallel dazu ihr Wissen bei weiteren Lerneinheiten vertiefen.

Während des Lehrgangs werden von den Anwärtern die geforderten praktischen Übungen unter Anleitung der Ausbilder durchgeführt. Nach dem Flugbetrieb, bzw. in Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen werden weitere theoretische Kenntnisse vermittelt und von den Anwärtern werden zum Training Lehrproben gehalten.

Jeder Ausbildungsflug (Übung) umfasst ein Vorbriefing (theoretische Erklärung vor der praktischen Ausführung) und der eigentlichen praktischen Übung unter Berücksichtigung von Wettersituation, Flugsicherheit, sowie gutem Pilotenverhalten und mit folgenden Komponenten:

  • Beschreibung des Lernzieles
  • Die Flugübung(en): was, wie und durch wen
  • Das Flug-Briefing
  • Den Verständnischeck
  • Gutes Pilotenverhalten

Lehrgangsinhalt:

Die praktische Flugausbildung umfasst mindestens 3 Flugstunden auf Flugzeugen oder Motorseglern (TMG) und ist auf die Flugzeugklasse oder –muster beschränkt, für die die Kompetenzbeurteilung für Lehrberechtigte absolviert wurde.

Die theoretische Ausbildung umfasst 25 Stunden für Lehren und Lernen (Pädagogik), sowie 10 Stunden fachliche Ausbildung (Theorie) einschließlich Überprüfung der Fachkenntnisse, der Erstellung von Unterrichtsplänen und der Entwicklung von Ausbildungsfähigkeiten im Unterrichtsraum.

Bei der Durchführung der praktischen Übungen sollen beim Steuern des Flugzeuges unter Beachtung der vom Hersteller im Flug-und Betriebshandbuch angegebenen Werte und Empfehlungen folgende Toleranzen nicht überschritten werden:

  1. Flughöhe im Flug mit normaler Triebwerksleistung + / -150 ft
  2. Geschwindigkeit bei Start und bei Anflug + 15 / -5 Knoten
  3. Geschwindigkeit bei allen anderen Flugzuständen + / -15 Knoten

Abschlussprüfung:

Nach Abschluss des Fluglehrer-Lehrganges hat der Fluglehreranwärter eine Kompetenzprüfung zu absolvieren. Diese Kompetenzprüfung besteht aus einem Theorie-und einem Praxisteil.

Der Theorieteil setzt sich zusammen aus einem Lehrvortrag zu einem Thema aus den grundlegenden Theoriefächern über 45 Minuten, gehalten vor einer simulierten Schülergruppe (bestehend aus den anderen CRI-Anwärtern) und einem zweiten Teil

bestehend aus der mündlichen Befragung durch einen Prüfer über den Bereich der grundlegenden Theoriefächer und aus dem Bereich Lehren und Lernen.

Der Praxisteil der Prüfung besteht aus Vorflug-Briefing, Flugdurchführung sowie Nachflug-Briefing. Die beiden Briefings werden bewertet nach sichtbarer Darstellung, technischen Hilfsmitteln, klare Ausdrucksweise und Sprache, Benutzung von Anschauungsmodellen sowie Einbeziehen von Flugschüler.

Der fliegerische Teil soll eine Übung demonstrieren und wird bewertet nach Synchronisation von Sprache und Ausführung, Korrektur von Fehlern, Beherrschung des Flugzeuges, Lehrmethode (Fluglehrersprache), Pilotenverhalten und Sicherheit sowie Einteilung und Nutzung des Luftraumes.

Erleichterungen für Inhaber einer Lehrberechtigung (keine UL-Lehrberechtigung!)

Bewerber die Inhaber einer Lehrberechtigung sind oder waren werden die 25 Stunden Lehren und Lernen angerechnet und auf den Lehrvortrag, im Rahmen der theoretischen Prüfung, wird verzichtet.

 

inkl. Mittagessen
exkl. Übernachtung
exkl. Fluggebühren
exkl. Prüfungsgebühr

Übernachtungspreise


 Für diesen Lehrgang kann in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden Württemberg Bildungsurlaub gewährt werden.

Daten

Ab dem 07.05.2018
bis zum 11.05.2018
Dauer 5 Tage
Preis 500 €
Ort
Bad Sobernheim
Am Domberg 30, 55566 Bad Sobernheim, Deutschland
Bad Sobernheim