2,4 GHz Anlagen in der Praxis ......
Das Thema Gigahertz-Technologie bedarf einiger Informationen, da es nicht so einfach in der Praxis angewendet werden kann. Mehr Sicherheit für Funkfernsteuerung war schon immer der Wunsch aller Modellflieger und neueste Technik macht es möglich. Jedoch Vorsicht, nur Anlagen mit maximal 100 Milliwatt (mW) Strahlungsleistung können in Deutschland genehmigt werden und von der Bundesnetzagentur wird präzisiert, dass die Anlage gemäß der europäischen Norm ETSI EN 300 328 arbeiten muss. Damit gehen Flugmodellfernsteuerungen des Frequenzbereiches 2400,0 bis 2483,5 Megahertz (MHz) konform mit der Allgemeinzuteilung von Frequenzen für die Nutzung durch die Allgemeinheit in lokalen Netzwerken (WLAN-Funkanwendungen). Durch die Begrenzung der Strahlungsleistung fallen möglicherweise etliche ausländische Fernsteueranlagen aus einer Genehmigung heraus. Eine zweite Voraussetzung zum Betrieb einer 2,4 GHz-Anlage auf den Modellflugplätzen ist die behördliche Genehmigung. In den aktuellen Aufstiegserlaubnissen sind meist die Frequenzen des 35 MHz- bzw 40 MHz-Bandes eingetragen. Will man auf die neue Technologie umsteigen oder erweitern, so ist ein kostenpflichtiger Änderungsantrag nötig. Jedoch hängt hier neben den Kosten auch ein Pferdefuß an: alle zukünftigen Änderungsanträge werden gleichzeitig mit der Auflage versehen, dass für alle motor- oder strahlgetriebenen Flugmodelle ein Lärmpass zu erstellen ist.

Carl Otto Wessel
Geschäftsführer Geschäftsstelle LSV RP


Modellflug, eine großartige Sache
Während der vergangenen Jahrtausende war es nur ein Menschheitstraum „Fliegen wie die Vögel am Himmel“. Seit etwa einhundert Jahren erobert der Mensch den Luftraum, ja sogar den Weltraum. Während wir uns heute bei der Benutzung eines Flugzeuges in einen Apparat begeben, der von vielen Technikern entwickelt und in unzähligen Stunden erbaut wurde, hat der Modellflug seine ursprüngliche Faszination, selber als Pionier der Luftfahrt tätig zu werden, nicht verloren. Der Modellflieger baut und fliegt seinen Flugapparat selber. Im Zuge der fliegerischen Entwicklung, besonders im sportlichen Bereich, zeigen sich Parallelen zwischen den manntragenden- und den Modellflugzeugen. So gibt es im Modellflug Segelflugzeuge, Motorflugzeuge, Hubschrauber, Ballone, Raketen und sogar Fallschirmspringer. Durch die immer stärkere Entwicklung des Flugzeuges zum Massentransportmittel wird der Regelungsbedarf für die Luftfahrt immer größer. Die Belange der kommerziellen Luftfahrt konkurrieren in zunehmendem Maße mit der sportlichen Luftfahrt, zu der selbstverständlich auch der Modellflug gehört.
In diesem Spannungsfeld von wechselseitigen Beziehungen und Interessen verstehen sich die im Deutsche Aero-Club zusammengeschlossenen Luftfahrtverbände der Bundesländer als Wahrnehmer der Rechte und Interessen aller Luftsportler. So haben sich unter dem Dach des DaeC’s über 2000 Vereine mit insgesamt 100.000 Mitgliedern zusammengefunden. Die Luftsportler stellen sich hierdurch unter anderem gemeinsam der immer zahlreicher werdenden Konkurrenz aus dem Freizeitbereich, um gesellschaftliche Wahrnehmung und Förderung zu erreichen.

Herbert Schneider
Modellflugreferent LSV RP

50 Jahre Luftsportverband Rheinland-Pfalz......
....... 25 Jahre ferngelenkter Modellflug

Die frühen Entwicklungen in der Luftfahrt wären ohne die in vielfacher Weise zuvor betriebene Erprobung am verkleinerten Modellen nicht denkbar gewesen. Wann die spielerisch oder gar sportliche Auseinandersetzung mit dem Flugmodell als eigenständigem Flugapparat begann, wird sich zeitlich sicherlich nicht genau festlegen lassen. Schaut man in die Modellfluggeschichte, so gab es anfänglich nur freifliegende Segler. Mit dem Aufkommen der in miniatur gebauten Verbrennungsmotoren, vor rund 70 Jahre, gab es dann freifliegende Motormodelle. In der weitere Entwicklung kam es dann zu an Leinen gehaltene, im Kreis um den Piloten durch Motorenantrieb fliegende, sogenannte Fesselflugmodelle.
Die Beschäftigung mit dem Modellflug in den Luftsportvereinen, kann man bis zu dieser Zeit, als eine erste Auseinandersetzung der flugbegeisterten Jugend mit den Bedingungen der Aerodynamik und der Schulung von handwerklichen Grundlagen, für den Bau und die Wartung von Sportflugzeugen ansehen. Ein Traum ging für die Modellflieger in Erfüllung, als Fernsteuerungen entwickelt, sicher funktionierten und vor ca. 30 Jahren für jedermann erschwinglich wurden. Durch diese Entwicklung fanden auch erheblich mehr Personen, vornehmlich junge Menschen den Weg zum Modellflug. Es bildeten sich in den bestehenden Luftsportvereinen beachtliche Modellflugabteilungen. Außerdem wurden landesweit viele neue Vereine gegründet, mit dem Ziel, nur Modellflug zu betreiben. Heute sind in unserem Land flächendeckend Modellflugvereine aktiv. Hieraus resultiert sich, dass in unserem Landesverband der Modellflug die zweitstärkste Fachsparte nach dem Segelflug ist. Eine Vielzahl von Modellflugvereinen hatte vor der Jahrtausendwende sein 25jähriges Vereinsjubiläum. Es ist daher festzuhalten: der Luftsportverband ist 50 Jahre alt, der ferngelenkte Modellflug besteht in unserem Land seit mehr als 25 Jahre.

Herbert Schneider
Modellflugreferent LSV RP


Informationsheft 2004
Das Informationsheft 2004 beinhalte Infos zu Leistungen, Versicherungen, Beratungen, Beiträge und der Verhaltenskodex im Verband.
Das Info-Heft online.... oder als

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