03.11.2011
Sicherheit von IFR-/VFR-Mischverkehr im Luftraum E
Um die gemeinsame Nutzung des Luftraums E sicherer zu machen und zukünftigen Konflikten vorzubeugen,
haben sich die Beteiligten am IFR-/VFR-Mischverkehr in der Umgebung vom Flughafen Hahn in
Rheinland-Pfalz auf Maßnahmen verständigt, bei denen eine vertikale Separation und Verbesserungen
bei der gegenseitigen Erkennung im Vordergrund stehen.
Der VFR-/ IFR-Mischverkehr im Luftraum E ist in letzter Zeit durch mehrere Vorkommnisse zum
Thema geworden. Von Airliner-Piloten wurden verschiedentlich unerwartete nahe Begegnungen (Near-Miss)
mit Segelfliegern gemeldet und Segelflieger wurden dadurch irritiert, dass Airliner in ihrer Nähe
auftauchten, manchmal sogar unter ihnen hindurch flogen. In diversen Artikeln in Luftsportmagazinen
(„Luftsport“, „Segelfliegen“) wurde die Situation im Luftraum E und ihre Hintergründe thematisiert
und Empfehlungen zum richtigen Verhalten für Sportpiloten gegeben und auch die BFU hat dazu kürzlich
eine Flugsicherheitsmeldung herausgegeben.
In Rheinland-Pfalz sind solche Lufträume durch die zahlreichen Flugplätze mit kommerziellem bzw.
militärischem IFR-Verkehr besonders häufig. Einer der Brennpunkte ist der Flughafen Hahn im Hunsrück.
Daher hat der Luftsportverband Rheinland-Pfalz die Initiative ergriffen und Vertreter der
Luftverkehrsteilnehmer eingeladen, um gemeinsam zu beraten, wie von beiden Seiten, dem IFR-Verkehr
und dem Luftsport, zur Entschärfung der konfliktträchtigen Situation beigetragen werden kann.
Die zahlreiche Teilnahme von Vertretern der RyanAir, Fluglotsen von DFS und Hahn Tower, sowie Luftsportlern
aus der Umgebung und Streckenfliegern zeigte, dass dies Problem allen Beteiligten auf den Nägeln brennt
und Handlungsbedarf, aber auch Lösungsmöglichkeiten gesehen werden.
Der Mischverkehr von IFR- und VFR-Flügen im Luftraum E ergibt sich daraus, dass dieser Luftraum vom
IFR-Verkehr für Durchflüge vom Luftraum C (> FL 100) zum Luftraum D benutzt werden muss, wenn das
Flugverkehrsaufkommen an Regionalflughäfen nach dem Kriterienkatalog nur die Einrichtung eines
begrenzten reservierten Luftraums um die Kontrollzone (meist bis FL 60) rechtfertigt.
Einerseits gilt hier „See and Avoid“, was für alle Luftverkehrsteilnehmer grundsätzlich die
gegenseitige Beobachtung voraussetzt und vom VFR-Verkehr die Einhaltung der Sichtflugregeln verlangt.
Der IFR-Verkehr fliegt dagegen unter Führung der Flugverkehrskontrolle (FVK), die ihrerseits keine
Kenntnis von den lokalen meteorologischen Bedingungen und vom VFR-Verkehr nur soweit Kenntnis hat,
als er durch Transponder auf dem Bildschirm erscheint. Daher ist für die FVK bei der Lenkung des
IFR-Verkehrs eine Berücksichtigung des VFR-Verkehrs bzw. Staffelung dazu praktisch nicht möglich.
Obwohl dem IFR-Verkehr der für ihn reservierte Luftraum D (nicht CTR) mit der verlängerten Centerline
bis FL 65 grundsätzlich für die An- und Abflugverfahren ausreichen sollte, können jedoch Situationen
vorkommen, die den IFR-Verkehr auch darunter zum seitlichen Ausweichen in den benachbarten Luftraum E
veranlassen. Dies ist VFR-Piloten der Allgemeinen Luftfahrt und des Luftsports nicht immer bewusst.
Luftsportpiloten werden in Veröffentlichungen und Vorträgen immer wieder über die Regeln im Luftraum E
unterrichtet und auf das richtige Verhalten in der Umgebung von Flughäfen - spez. das Meiden bzw.
zügige Durchfliegen der An- und Abflugbereiche - hingewiesen. Von der RyanAir wurde betont, daß auch
ihrerseits die den Hahn anfliegenden Piloten ausführlich über die Luftraumstruktur einschl. Segelflugsektoren
und das Fliegen im Luftraum E gebrieft werden. Jedoch ist für die IFR-Piloten die Luftraumbeobachtung
durch die besondere Situation im Airliner-Cockpit (Sichtverhältnisse und „Head Down-Cockpitarbeit)
erschwert, und besonders Segelflieger sind im Luftraum oft schwer zu erkennen. Daher muss hier vor
einer falschen Erwartungshaltung gegenüber dem IFR-Verkehr hinsichtlich „See and Avoid“ und einem
Beharren auf dem Vorflugrecht auf Seiten der VFR-Piloten - insbesondere der Segelflieger - eindringlich
gewarnt werden.
Ziel des Erfahrungsaustauschs war es daher, auf beiden Seiten auf ein verständnisvolles Miteinander
in diesem Luftraum hinzuwirken, die Situation, in der geflogen wird, auch für die anderen Verkehrsteilnehmer
verständlich zu machen, und auf beiden Seiten, Airliner-Verkehr und Luftsport, über Möglichkeiten zur
Konfliktvermeidung nachzudenken. Ähnlich zu der erfolgreichen Awareness Campaign mit der USAF Ramstein
mit speziellen Maßnahmen und Absprachen zur Konfliktvermeidung im dortigen Luftraum E erklärte sich der
Luftsport bereit, auch hier durch folgende Aktivitäten zur Konfliktvermeidung beizutragen:
- Die Luftsportpiloten werden ermahnt, in der Umgebung vom Flughafen Hahn auch im Luftraum E
speziell in den An- und Abflugbereichen mit besonderer Vorsicht zu fliegen.
- Je nach Landerichtung (ATIS 136,350 MHz abhören !! ) ist speziell in der Nähe des Gegenanflugs
auch außerhalb des Luftraums D (nicht CTR) auf anfliegenden Airliner-Verkehr zu achten.
- In der Umgebung vom Flughafen Hahn sollen auch Segelflieger, wenn möglich, unbedingt ihren
Transponder aktivieren und sich ggf. auch per Funk bei Hahn Tower (119,650 MHz) melden.
(Bei Nutzung der Segelflugsektoren bleibt es jedoch bei der Pflicht zur Hörbereitschaft des
Koordinators Idar-Oberstein auf 122.850 MHz.)
- Motorisierte VFR-Flieger sollen in der näheren Umgebung von Hahn zusätzlich zum aktivierten
Transponder zur besseren Erkennbarkeit auch ihre Landescheinwerfer einschalten.
- Es sollen Maßnahmen zur verbesserten Erkennbarkeit von Segelflugzeugen (z. B. Folien in
Tagesleuchtfarben oder Spiegelreflexfolien) propagiert werden.
In Vorträgen und Publikationen soll auf den IFR-Verkehr im Luftraum E hingewiesen, seine besondere
Situation dargestellt und das richtige Verhalten auf Seiten des Luftsports (d. h. ggf. frühzeitiges
freiwilliges Ausweichen) propagiert werden.
Da eine absolute Verkehrstrennung nur durch zusätzliche Luftraumrestriktionen möglich wäre, wurde
vom Luftsport eine vertikale Separation vorgeschlagen, d. h. den IFR-Verkehr so weit als möglich
oberhalb der vom Luftsport genutzten Höhen zu führen. Aus der Diskussion ergab sich dazu die
folgende „Wunschliste“ des Luftsports an den Airliner-Verkehr (RyanAir und FVK):
- Bei Segelflugwetter soll der IFR-Verkehr möglichst oberhalb der Hauptwolkenuntergrenze
(zwischen FL 80 und FL 60) geführt (dazu soll bei Anmeldung der Segelflugsektoren die
Wolkenbasis mitgeteilt werden) und darunter möglichst innerhalb des reservierten Luftraums D geführt werden.
- Bei aktivierten Segelflugsektoren soll der IFR-Verkehr nicht unter FL 65 bzw. 6.500 ft
in den 15 NM-Endanflug (Rand des Luftraums D(nicht CTR)) einfliegen.
- Bei aktivierten SF-Sektoren soll vom IFR-Verkehr auf Visual Approaches mit direkten
Anflügen verzichtet werden.
- Die Installation und Nutzung von Power-FLARM (Anzeige von TPX-, ADSB- und FLARM-Signale)
soll in Erwägung gezogen werden.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass auf diese Weise potentiellen Konflikten vorgebeugt werden
kann. Die gemeinsame Erörterung der unterschiedlichen Situation der am Mischverkehr im Luftraum E
Beteiligten hat sicherlich zu einem besseren Verständnis, zur Bereitschaft zur gegenseitigen
Rücksichtnahme und damit zur Entspannung der Situation beigetragen. Zukünftig soll bei aktuellen
Konflikten, wie kritischen Begegnungen, eine direkte Kontaktaufnahme erfolgen, um Ursachen und
Hintergründe sowie Gegenmaßnahmen zu besprechen und auch ggf. missverständlichen Presseveröffentlichungen
entgegen zu treten.
Der gastgebende Luftsportverband Rheinland-Pfalz ist allen Beteiligten für den offenen Erfahrungsaustausch
und die konstruktive Diskussion dankbar, die von allen sehr positiv aufgenommen wurden. Daher betonten
alle Beteiligten ihr Interesse an jährlich wiederkehrenden Treffen dieser Art. Vielleicht kann dieses
Treffen als Beispiel dafür dienen, auch andernorts durch einen solchen Erfahrungsaustausch und konkrete
Absprachen das Miteinander von IFR-Verkehr und Luftsport im Luftraum E zu erleichtern und sicherer zu machen.
Dr. Reiner Schröer
17.08.2011
Achtung ! Vorsicht nahe Ramstein CTR ! Achtung !
Near Miss am 10. August 2011
Segelflieger fliegen in der Nähe der CTR Ramstein sicherer mit Funkkontakt zu
Ramstein GCA auf 124,275 MHz !! (s. Ramstein MemoCard)
Am 10.August 2011 kam es gegen 13:45 h Lokalzeit zwischen CTR Ramstein und
Eßweiler in ca. 3.000 ft zu einem Near Miss einer Hercules C 130 von Ramstein
mit zwei Segelfliegern. Diese beflogen zwar völlig legal den dortigen Luftraum E,
hatten sich aber wohl nicht - wie mit Ramstein vereinbart - per Funk dort gemeldet.
Daher erinnern wir nochmals an die Vereinbarungen im Rahmen unserer Awareness-Aktion -
u. a. Funkkontakt mit Ramstein GCA auf 124,275 MHz - und verweisen auf die Ramstein-MemoCard
des LSV R-P, die in jedem Segelflugzeug griffbereit liegen soll.
Reiner Schröer
Ref Luftraum
20.06.2011
Änderung Ramstein
Achtung : Änderungen im Kontakt zur Ramstein Air Base: Flugbetriebsmeldungen nicht mehr per Fax
Nachdem Flugbetriebsmeldungen ("Flight operation notification") der benachbarten Flugplätze nicht mehr
bei Ramstein GCA ankamen, haben wir von dort erfahren, daß diese Meldungen in Zukunft nur noch per E-Mail
unter der neuen Adresse
86oss.osarws@ramstein.af.mil
oder telefonisch unter der neuen Tel.-Nr. 06371 47 5132 bei Ramstein GCA ankommen.
Eine Faxverbinduhng wird von Ramstein GCA nicht mehr aufrecht erhalten.
-> hier Download des Meldeformular
31.03.2011
Luxembourg TMA über Deutschland nach Osten ausgedehnt
Von Luxembourg ATC wird darauf hingewiesen, dass der Luftraum E (1000 ft)
über Deutschland um 3 - 4 NM nach Osten erweitert wurde.
Nutzer dieses Luftraums werden aufgefordert, zur Erhöhung der Sicherheit
in diesem Bereich den verstärkten IFR-Verkehr von und nach Luxembourg zu
beachten, den Anflug möglichst nicht über 2.000 ft zu kreuzen, ggf. an Luxembourg
ATC per Funk ihre Position zu melden, sowie wenn möglich den Transponder zu aktivieren.
Weitere Informationen sind auf diesem Luxembourg ATC Memo (PDF) zusammengestellt.
14.03.2011
Die Präsentation von Capt Davis, USAF Flight Safety Ramstein, beim Segelfliegertag
Capt Jeff Davis, Chef der USAF Flight Safety Ramstein, beteiligte sich am Programm des
Segelfliegertages 2011 mit einer Präsentation zur Situation um die Ramstein Airbase.
Die "Awareness Campaign" mit regelmäßiger Unterrichtung von Ramstein über die Luftsportaktivitäten
an den benachbarten Plätzen (Flight Operation Notification) und Funkkontakt seitens der
Streckenflieger zu GCA auf 124,275 MHz hat sich bewährt und die Zahl kritischer Begenungen
in diesem Luftraum in 2010 auf Null gebracht.
Die Präsentation von Capt Davis ist durch diesen Link zu erreichen
07.03.2011
Im Jahresbericht Luftraum Rh-Pf 2010 werden für unserer Luftsportler die wichtigsten
Änderungen im Luftraum, die sich für die neue Saison ergeben haben, zusammenfassend berichtet.
Hier wird (fast) alles, was man als Luftsportler für 2011 für die sichere Nutzung des Luftraums
wissen muss, sowie Einiges an Hintergrundwissen besprochen.
Jahresbericht Luftraum Rh-Pf 2010
07.12.2010
Int. Flughafen Frankfurt Rhein-Main – Pläne der Deutschen Flugsicherung GmbH
Was kommt da auf die Bevölkerung zu ?
Sollen die Pläne der Deutschen Flugsicherung GmbH. (DFS) zur Anpassung der Luftraumstruktur
im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen Start- und Landebahn noch unter der Decke
gehalten werden? Steht der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten eine nie für möglich
gehaltene Lärmbelastung ins Haus ? Oder will man dort die Menschen so lange im Ungewissen
lassen, bis sie sich nicht mehr wehren können?
Eine solche Taktik ist angesichts der bisher bekannt gewordenen DFS-Absichten nicht von der
Hand zu weisen. So sollen nämlich die anfliegenden Luftfahrzeuge zu der bisherigen - und der
neuen Nordwestlandebahn - ab Oktober 2011 aus einer Entfernung von ungefähr 30 NM / 55 km
horizontal in zwei parallelen Landeanflügen gleichzeitig in einer Höhe von 4.000 ft bzw.
5.000 ft MSL (1.200 m bzw.1.500 m Meereshöhe geführt werden.
Das bedeutet, dass in Spitzenverkehrszeiten jeweils 10 bis 15 Luftfahrzeuge in der nördlichen und der südlichen
Anflugsschleife von Bad Kreuznach bis zur Landung am Frankfurter Flughafen in einer konstanten
Höhe von ca. 1.100m bzw. 1.400 m über Grund fliegen sollen. Solche Anflugverfahren erfordern
eine Absenkung des hierfür freizuhaltenden Luftraumes auf eine Untergrenze von 3.500 ft MSL
(1.070 m Meereshöhe) Unabhängig davon, dass die Absenkung der Anflüge um 1.000 ft zu einer
Verdoppelung des Lärmschallpegels führt, muß angesichts der zu erwartenden hohen Anflugfrequenz
(ca. 80 – 90 Landungen stündlich) eine erheblich verstärkte Lärmbelastung der Menschen in den
betroffenen Regionen befürchtet werden. Ähnliche Auswirkungen sind bei Anflügen aus Osten zu
erwarten, wo sich der 3.500 ft-Bereich (1.070 m Meereshöhe) bis nahe Bad Orb erstrecken soll.
Warum spricht eigentlich niemand über das, was da geplant ist, warum sagt eigentlich niemand,
dass die zentrale Anfluglinie zu der neuen Landebahn nicht nur im Osten über Hanau und Offenbach,
sondern auch im Westen genau über die Landeshauptstadt Mainz führt?
Oder befürchtet man an Rhein und Main, dass sich auch hier ein „Schönefeld West“ entwickeln könnte? (ms)
Anpassung Luftraum C Frankfurt für Nordwestbahn
07.12.2010
Vortrag vom UL- u. Motorfliegertag Nov. 2010
Vortrag Luftraum 2010
inclu. geplante Änderung Luftraum C Frankfurt
Wichtige Informationen zum Luftraum
Ramstein
Ramstein GCA mit neuer Funkfrequenz 124,275 MHz - MemoCard 2010
Hahn
Alle wichtigen Infos zur Nutzung des SF-Sektoren Hahn: Luftraum Hahn
Baumholder
Ein absolutes Novum im deutschen Luftraum ist die Flexibilisierung eines ED-R-Luftraums,
auf die wir uns jetzt für das ED-R 116 Baumholder mit der dortigen Kommandantur
und der DFS verständigt haben. (....mehr)
Alle wichtigen Infos zur Nutzung des SF-Sektor Baumholder: Luftraum Baumholder
Nutzungsplan des ED-R 116 Baumholder:
auf der Website des Aero-Club Idar-Oberstein
Odenwald/Mannheim
Die IFR-Anflüge nach Mannheim erfolgen dabei ausschließlich aus östlicher Richtung
und verlaufen schwerpunktmäßig wie in
dieser Karte dargestellt.
21.01.2008
Erhöhung der Flugsicherheit im Bereich Mannheim / Odenwald
Bedingt durch die in den letzten Jahren aufgetretene Steigerung der IFR An- und
Abflüge am Flughafen Mannheim und dem sehr ausgeprägten VFR-Verkehr
(insbesondere Segelflug) in der Region des Odenwaldes ist es in jüngster Zeit
vermehrt zu flugsicherheitsrelevanten Vorfällen in diesem Bereich gekommen.
Die IFR-Anflüge nach Mannheim erfolgen dabei ausschließlich aus östlicher Richtung
und verlaufen schwerpunktmäßig wie in
u. a. Karte dargestellt.
Mit IFR-Abflügen muss verkehrsbedingt in der gesamten Region gerechnet werden.
Um in der anstehenden Flugsaison das gemeinsame und sichere Miteinander von
gewerblichen IFR-Flügen und Luftsport zu gewährleisten, werden alle VFR-Piloten
dringend darum gebeten, den Luftraum in diesem Bereich
(insbesondere die in
u. a. Karte eingezeichneten
IFR-Hauptanflugströme) intensiv zu beobachten und im Zweifel auf das Vorflugrecht
zu verzichten und IFR-Flügen rechtzeitig auszuweichen.
18.01.2008
Korrektes Verhalten im Luftraum Ramstein -
Basis für Erhalt des Luftraums für den Luftsport
Luftsport-Vertreter besuchen USAF Flight Safety in Ramstein
Im Jahr 2005 hatten wir uns in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Vertretern der USAF
Flight Safety, der DFS und dem AFsBw auf eine Awareness Campaign zur Erhöhung der
Flugsicherheit im gemeinsam genutzten Luftraum "E" um die CTR Ramstein verständigt
und damit in den Folgejahren eine deutliche Verringerung der kritischen
Annäherungen erreicht. Nach einem Personalwechsel bei der USAF Flight Safety im
Jahr 2007 war es angezeigt, auch mit den neuen Ansprechpartnern diese Situation
und die verabredeten Maßnahmen erneut abzustimmen. Dazu fand Mitte Januar ein
Besuch von Vertretern der regionalen Luftsportverbände Rheinland-Pfalz und
Saarland bei der USAF auf der Airbase Ramstein statt. Unsere neuen Ansprechpartner
Major Durkin, Captain Kiernan und ihr Chef Colonel Klaus, alle auch aktive Piloten
auf Herkules C 130 oder Boeing B 747, hatten sich viel Zeit genommen und ein
entspanntes Programm für uns vorbereitet. Nach der Begrüßung und Präsentationen
von Captain Kiernan zur derzeitigen Situation in Ramstein, dem Luftraumvertreter
Dr. Reiner Schröer vom Luftsportverband Rheinland-Pfalz zu der bisherigen Awareness
Campaign und dem Präsidenten des Aeroclub Saar Dr. Ralf Hubo zu der
Luftraumsituation im Saarland entspann sich eine angeregte Diskussion um die
zukünftigen Verfahren mit Klärung aller offenen Fragen. Dabei wurden auch die
Vorkommnisse der letzten Zeit kritisch betrachtet. Ein Besuch im GCA-Center, ein
gemeinsames Mittag-essen und eine Tour über das riesige Flugfeld von Ramstein
rundeten den Besuch ab.
Um auch zukünftig die Sicherheit im Luftraum "E" in der Umgebung von Ramstein zu
gewährleisten und unnötige Luftraumrestriktionen wie TMZ oder D (nicht CTR) zu
vermeiden, wurden als wichtigste Ergebnisse der offenen und konstruktiven
Gespräche die folgenden Maßnahmen festgehalten:
Unsere Awareness Campaign, mit der wir viel erreicht haben, wird
weitergeführt. Eine sehr nützliche Unterstützung dabei ist die im Jahre
2007 eingeführte Ramstein MemoCard mit den kritischen Bereichen um
Ramstein und den Hinweisen zum korrekten Verhalten in diesem Luftraum -
u. a. zügiges Durchfliegen der An- und Abflugbereiche.
Der Funkkontakt beim Befliegen dieses Luftraums sollte jedoch vorzugsweise
mit Ramstein GCA (ground controlled approach) auf Frequenz 123,30 MHz
hergestellt werden - Infos nach Funkkontakt mit Ramstein Tower
(Frequenz 133,20 MHz) werden jedoch auch weitergeleitet. Alle Infos zu
Position (Richtung und Entfernung von Ramstein),Höhe und Flugrichtung sind
wichtig.
Ein zusätzlich aktivierter Transponder (Code 7000) ist ebenfalls sehr
nützlich, zumal sein Signal auch von allen militärischen Luftfahrzeugen
(außer Kampfflugzeugen) empfangen und ggf. vom TCAS zur Near-Miss-Warnung
umgesetzt wird. Dies ersetzt jedoch nicht den Funkkontakt !!
Die täglichen Luftsportaktivitäten an den Flugplätzen der Umgebung werden
weiterhin per Fax an Ramstein gemeldet.
-> Meldeformular des Luftsportverbands
Rheinland-Pfalz an Ramstein AB Flight Operations GCA / ATC Fax 06371 - 47 9488)
Vertreter der USAF Flight Safety werden bei geeigneten Veranstaltungen
(u.a. Segelfliegertag des LSpV R-P in Nastätten, Marpinger
Flugsicherheitstage) über die Situation in Ramstein berichten.
(Reiner Schröer)

Auf der Airbase Ramstein stellten sich die Gesprächsteilnehmer vor einer Herkules
C 130 dem Fotografen:
v.l. C.O. Weßel Geschäftsf. RP; Dr. R. Hubo, Präsident Saar; Capt. Ryan Kiernau
und Maj. David Durkin beide USAF;
J. Preusser, Segelflugreferent SA; Dr. R. Schröer, Referent Luftraum RP; Th.
Albuzat, Motorflugreferent SA;
Harald Starsinski, Segelflugreferent RP; W. Drexel, Motorflugreferent RP;
E. Eymann, Präsident RP; G. End, Stellv. Landesausbildungsleiter RP.
17.07.2007
Memo Card Ramstein
Ein wichtiges Hilfsmittel für alle Piloten zum richtigen Verhalten in diesem
Luftraum
Es gehört wohl zu den wichtigsten Aufgabe eines Piloten, durch sein diszipliniertes
Verhalten dazu beizutragen, den unseren Luftraum für Luftsport und Allgemeine
Luftfahrt vor weiteren Restriktionen zu bewahren.
Schon mehrfach hatten wir über die besondere Situation des Luftraumes um Ramstein
berichtet und dazu aufgerufen, die gemeinsamen Bemühungen von Luftsportverband
Rheinland-Pfalz, Fligth Safety der USAF und der deutschen Flugsicherung DFS zur
Konfliktvermeidung in diesem Bereich durch verantwortungsbewusstes Verhalten und
die konsequente Beachtung der verabredeten Maßnahmen zu unterstützen.
Die Karte kann bei Bedarf
--- HIER ---
heruntergeladen werden.
Mit einer Memo-Card Ramstein stellt der Landesverband Rheinland-Pfalz den Piloten
nun ein weiteres Hilfsmittel zur Verfügung, das auf allen Flügen in diesem
Luftraum mitgeführt werden soll. Auf der Außenseite sind nochmals die kritischen
Bereiche des Luftraumes Ramstein dargestellt, auf der Innenseite ist das richtige
Verhalten in diesem Luftraum, die zu nutzenden Frequenzen und ein "Muster" für
englischen Sprechfunkverkehr beschrieben. Die Memo-Card ist dazu gedacht, in allen,
für Streckenflüge benutzten Flugzeugen mitgeführt zu werden.
Die rheinland-pfälzischen Vereine haben zwischenzeitlich kostenlos eine
angemessene Anzahl Memo-Card erhalten, verbunden mit der Bitte, alle infrage
kommenden Flugzeuge damit auszustatten und ihre Mitglieder auf dieses wichtige
Hilfsmittel hinzuweisen, das unbedingt im Flugzeug verbleiben muss.
Auch den benachbarten Landesverbänden wurde zur Weiterleitung an die Vereine
ausreichend Exemplare zur Verfügung gestellt.
Bitte, helft alle mit, den Luftraum in diesem kritischen Bereich sicherer zu
machen. Sonst wäre eine Restriktion auch für diesen Luftraum zu befürchten.
Dieses zu vermeiden ist unser vorrangiges Ziel, das wir nur gemeinsam mit
verantwortungsbewusstem Handeln erreichen können.
Dr. Reiner Schröer,
Referent Luftraum im Luftsportverband Rheinland-Pfalz e. V.
Regionalvertreter Südwest im DAeC-Ausschuß Unterer Luftraum
Luftraum Ramstein
Durch Kooperation zum gefahrlosen Miteinander
Von den Amerikanern
erstellte Karte mit den wichtigen Approach-Fixes auf Ramstein
06.11.2009
Änderung der Luftfahrtkarte ICAO
Wie bereits mit AIC VFR 4 vom 18 JUN 2009 angekündigt, wird die DFS Deutsche Flugsicherung
GmbH mit der neuen Ausgabe der deutschen Luftfahrtkarte ICAO 1 : 500000 zum
11 MAR 2010 die Farbgebung einiger Lufträume sowie die Bezeichnung von Höhen ändern.
AIC VFR 05. Nov 2009
Ausschuss Unterer Luftraum (AUL)
Der Ausschuss Unterer Luftraum (AUL) vertritt die Interessen des Luftsportes
in Luftraumfragen. In enger Zusammenarbeit mit allen Luftraumnutzern hat dabei
die Erhaltung des Luftraumes für den Luftsport oberste Priorität.
1997
wurde durch den AUL das "Positionspapier zur Struktur und Nutzung des Luftraumes
in der Bundesrepublik Deutschland und neue Konzepte" ( http://www.daec.de/aul/downfiles/positionspapier.pdf )
erarbeitet und mit den Luftraumnutzern abgestimmt. Dieses Papier bestimmt den
Inhalt der Aktivitäten des AUL und war wesentliche Grundlage für die Erarbeitung
des "Kriterienkataloges zur Einrichtung von Flugräumen" durch die DFS in
Zusammenarbeit mit den Luftraumnutzern.
Weiterführende Informationen über
Inhalte und Ziele der AUL-Arbeit, sowie über Kriterien der Luftraumgestaltung
finden Sie im Foliensatz "Struktur und Nutzung des Luftraumes in Deutschland -
Konzepte, Änderungen, Tendenzen und Entwicklungen" (
http://www.daec.de/aul/downfiles/luftraumnutzung2005.pdf )
Diese Charts sind für die Verwendung durch die Regionalreferenten des AUL
bestimmt. Sie sind auch für die Ausbildung in den Vereinen durch die
Ausbildungsleiter und Fluglehrer geeignet. Der AUL ist bemüht diese Materialen
regelmäßig zu aktualisieren, kann jedoch für die Aktualität keine Garantie
übernehmen